Anonymisiert: --

Barkenhoff Worpswede

Gebäudetyp: Wohnen + Arbeiten , Kultur / Freizeit / Kunst , Plätze + Ensembles , Gärten + Parks

Touristische Regionen: Landkreis Osterholz

Adresse:
Straße: Ostendorfer Straße 10
PLZ: 27726
Ort: Worpswede

Haussegen im Türbalken des Barkenhoffs:

Licht sei sein Loos.

Ist der Herr nur das Herz und die Hand

des Bau`s, mit den Linden im Land

wird auch sein Haus schattig und groß

Rainer Maria Rilke

Kontakt:

www.worpswede-museen.de/kolonie-kuenstler/heinrich-vogeler.html

www.vogeler-heinrich.de/

Video:

https://binged.it/2SKrLMt

Aus der Distanz betrachtet lässt das strahlende Weiß der Fassaden des Barkenhoffs keine Assoziation zum Material Backstein aufkommen. Schaut man aber die Außenwände genauer an stellt man fest, dass diese, wie viele andere Gebäude in Worpswede auch, aus Backsteinen gemauert sind, deren Format und Fugenbild durch den weißen Farbanstrich hindurch scheinen. Der Grund für diese farbliche Behandlung des Backsteins scheint in der Absicht Vogelers zu liegen das gesamte Gebäudeensemble seiner dem Jugendstil entsprechenden Arbeitsweise in einer lichten Art zu gestalten.

“Die Vorstellung, die Vogeler von seinem Ideal-Haus in sich trug erfüllte sich .... an seinem eigenen Heim. Vom Erbteil seines Vaters hatte er 1895 den Barkenhoff, einen halbverfallenen alten Bauernhof, gekauft, dem er seine ganze künstlerische Energie widmete. Er vergrößerte das alte Gebäude durch neue Anbauten, restaurierte bereits vorhandene Räume und verwandelte den Garten in eine bezaubernd angelegte, romantische Oase.” (Sigrid Weltge-Wortmann)

In dem Gebäude mit der besondern Atmosphäre, mit dem weißen Musiksaal, den weißlackierten Möbeln fanden in den Anfangszeiten nach dem Umbau nachgefragte Zusammenkünfte mit berühmten Gästen u.a. aus den Bereichen Theater, Musik und Literatur statt, bei denen die teilnehmenden jungen Damen weiße Kleider trugen.

Heute werden die Werke des Malers, Grafikers, Designers und Architekten Heinrich Vogeler (1872-1942) in einer vielschichtigen Ausstellung im Wohn- und Atelierhaus des Mitbegründers der Worpsweder Künstlerkolonie gezeigt.

Architekt: Heinrich Vogeler

Fotos: Christian Burmester / Lothar Tabery