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Johannes-der-Täufer Kirche Horstedt

Gebäudetyp: Sakrale Bauwerke

Touristische Regionen: Landkreis Rotenburg

Adresse:
Straße: Kirchstraße
PLZ: 27367
Ort: Horstedt

Der Bibelgarten:

Bei der Kirche gibt es einen Bibelgarten. Vorbei an zwölf Stationen - von der Schöpfung bis zur Auferstehung Jesu - wird man durch die Heilsgeschichte der Menschheit geführt. “Der einzigartige Charakter des Bibelgartens entsteht durch seine interessante gartenbauliche Architektur und die unterschiedlichen Stilmittel. Wichtigstes gartenkünstlerisches Element stellt dabei die Kreisform als Symbol für Vollkommenheit dar. Entlang des Weges entdeckt der Besucher die Botschaften der Bibel in den symbolhaften Darstellungen und den charakteristischen Pflanzen des Buchs der Bücher. Tafeln mit Erläuterungen zu den Pflanzen und Hinweise auf die passenden Bibeltextstellen runden den Weg ab.” (Tourow)

Der Grundsteinlegung für die schlichte Backsteinkirche des Architekten Eberhard Gildemeister aus Bremen im März 1961 folgte die Einweihungsfeier am 3. Advent 1963. Der rote Backsteinbau fügt sich gut in die dörfliche Struktur ein. Interessant ist die Kirche auch durch ihre Symbolik. Gildemeister arbeitete mit Kreisformen, Kreuzen und Quadraten und er fügte eine spannende Zahlensymbolik ein.

Der Innenraum der Kirche, einschließlich vieler Einrichtungsgegenstände, wurde vom Architekten mit entworfen. Charakteristisch ist die sorgfältige Behandlung des für den Norden klassischen Baumaterials, des roten Ziegelsteins. Besonders gestaltet ist der Fußboden, vor allem im Altarraum. Überall entdeckt man den Kreis als beherrschende Form: Der Altar und der Standleuchter zeigen Kreissegmente, um den Altar herum finden sich ein gemauerter Kreis - der wiederum mit einem Glühbirnenkranz unter der Decke korrespondiert...

Über dem Altar ist Johannes der Täufer zu bewundern, der in dieser Kirche nicht fehlen darf. Das Altarkreuz wurde von Marie Luise Wilckens 1979 in griechischer Form gestaltet. Um die Vierung herum liegt wiederum ein Kreis. Er korrespondiert mit der Architektur des Raumes und ist ein Zeichen für die Unendlichkeit, die Ewigkeit Gottes. In der Mitte des Kreuzes ist ein Amethyst eingelassen, der mit seinen drei Farben rot, blau und violett die Trinität symbolisiert.

Architekt: Eberhard Gildemeister

Fotos: Christian Burmester