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St. Petri Kirche Buxtehude

Gebäudetyp: Sakrale Bauwerke

Touristische Regionen: Landkreis Stade

Adresse:
Straße: St. Petri-Platz
PLZ: 21614
Ort: Buxtehude

Die Kirche St. Petri in Buxtehude ist eine dreischiffige gewölbte Backstein-Basilika, die aus einem vierjochigen Langhaus, dem Chorjoch mit leicht unregelmäßigem fünfseitigem Schluss und dem mächtigen Westturm besteht. Eine Grundsteinlegung im Jahr 1285 ist vermutlich auf den durch Grabungen nachgewiesenen Vorgängerbau zu beziehen, der nach einem Ablass im Jahr 1296 aufgegeben und durch den bestehenden Bau ersetzt wurde, welcher um 1320 vollendet war. Zahlreiche Altarstiftungen im 14. und 15. Jahrhundert sind überliefert.

Der Turm wurde im Jahr 1853 durch Blitzschlag zerstört und anschließend nach Plänen von J. Wimmel aus Hamburg mit neuem Oktogon und abschließendem Spitzhelm wiederhergestellt. Bei einer Restaurierung in den Jahren 1898–99 wurden nach Plänen von Karl Börgemann die Seitenschiffe, der Chor, das Brauthaus und die Sakristei abgebrochen und in enger Anlehnung an den ursprünglichen Bestand neu errichtet. Der Obergaden wurde mit neuen Backsteinen verkleidet, das Fenstermaßwerk nach Spuren rekonstruiert und Strebepfeiler an den Seitenschiffen hinzugefügt, für die es keine Anhaltspunkte gab. Der Obergaden im Mittelschiff wurde wie im Mittelalter ohne Strebepfeiler belassen.

Die besondere kunstgeschichtliche Stellung der Petrikirche ergibt sich aus der in Niedersachsen seltenen Anwendung der Basilika und ihrer Verbindung mit den Formen der Hallenkirchen aus Backstein in und um Hamburg und Lüneburg. Die kantonierten Rundpfeiler des Mittelschiffs sind eine Umformung der Pfeiler der Marburger Elisabethkirche und kommen gleichzeitig in der Marienkirche Uelzen und in der Johanniskirche in Lüneburg vor.

Trotz der fast vollständigen Erneuerung hat das Innere seinen ursprünglichen Charakter weitgehend bewahrt. In den Jahren 1986–90 wurde eine Restaurierung des Innenraums durchgeführt; seitdem tritt die architektonische Gliederung deutlich hervor.

Fotos: Christian Burmester